Einbindung der Ergebnisse in die Praxis und gesellschaftlicher Dialog

Aufbauend auf der „Forschungs- und Entwicklungsphase“ des ursprünglichen Projekts „GrüneLunge 1.0 –

Inter- und transdiziplinäre Entwicklung von Strategien zur Erhöhung der Resilienz in wachsenden Städten und urbanen Regionen“ werden entwickelte Ansätze praxisnah umgesetzt und verstetigt, sowie Forschungsergebnisse in die Prozesse und Praxis der Stadt Karlsruhe integriert. Das Arbeitspaket 5 ist als kommunaler Praxispartner federführend für die praktische Umsetzung der Projektergebnisse verantwortlich und unterstützt zusätzlich die wissenschaftlichen Projektpartner beziehungsweise Arbeitspakete. 

Eigene, individuelle Ziele und Beiträge dieses Teilprojekts sind hier zu unterscheiden von jenen, die in Kooperation mit den weiteren, wissenschaftlichen Projektpartnern beabsichtigt sind. Der Aufbau eines gesamtstädtischen Baummanagementsystems, welche den ganzheitlichen Baumbestand des Stadtgebiets Karlsruhes mit den drei Säulen Stadtbäume, Wälder im Stadtgebiet und Privatbaumbestand wird fokussiert. Ziel ist hierbei die Erfassung des Privatbaumbestandes, sowie die Integration dessen beim Monitoring und der Entwicklung des Baumbestandes, der Förderung zur Erhaltung von Vitalität beziehungsweise Qualität, die Quantität und Zukunftsfähigkeit hinsichtlich des

Klimawandels. Zudem werden Projektdaten in die Prozesse rund um urbane Bäume integriert. Dies umfasst sowohl die sinnvolle Ergänzung bestehender Datenbestände um relevante, hinzugewonnene Informationen wie auch den Transfer der im Projekt gewonnen, zusätzlichen Daten in die städtische, digitale Infrastruktur. Datensätze können hierdurch optimiert werden, wie zum Beispiel die Höhenklassen im Baumkataster oder die Auflösung von Baumgruppen durch GIS- gestützte Einzelbaumerkennung (Baumkatasteroptimierung). Die im Projekt gewonnenen Informationen zu einzelnen Baumarten sowie deren Vitalität und Ökosystemdienstleistungen werden in die Planung neuer Grünflächen beziehungsweise Baumneu- und Ersatzpflanzungen integriert, um einen nachhaltigen Baumbestand und künftige Eignung hinsichtlich des Klimawandels zu gewährleisten. Hier spielen vor allem Standort- sowie Baumartenauswahl eine wichtige Rolle und werden durch das Projekt verbessert. Es werden Veranstaltungen im Bereich Öffentlichkeitsarbeit, Bürgerbeteiligung und Bewusstseinsbildung durchgeführt. Ebenso werden weitere Fachdialoge durchgeführt und Schulungsveranstaltungen für Mitarbeiter der Stadtverwaltung durch die wissenschaftlichen Projektpartner angeboten.