Die Kampagne „Naturnah Gärtnern – Für Mensch, Tier & Klima“ in Rheinstetten

Warum wir die Kampagne starten

Ja, Klimaschutz und Artenschutz sind globale Herausforderungen.

Nein, wir brauchen nicht nur politische Regelungen und Veränderungen auf globaler Ebene.
Jede und jeder kann einen Beitrag im eigenen Garten leisten! Denn Privatgärten in der Stadt können Rückzugsräume für Pflanzen und Tiere sein und ihnen Lebensräume bieten. Allein in Deutschland gibt es 17 Millionen private Gärten! Laut dem NABU entspricht die Fläche aller deutschen Gärten zusammen in etwa der Fläche der gesamten Naturschutzgebiete in Deutschland.

Sprossenblume, Nahaufnahme

Warum dann nicht gleich loslegen? Wir haben die Gestaltung unseres Gartens selbst in der Hand.

 

Was hat das mit naturnahem Gärtnern zu tun? Eine Menge!
Naturnahe Gärten sind gestaltete Gärten mit langlebigen Pflanzengesellschaften und umweltfreundlichen Baumaterialien, in denen sich heimische Pflanzen- und Tierarten wohlfühlen. Wer heimische Wildpflanzen sät oder pflanzt, wird Tiere ernten. Es ist kaum vorstellbar, wie viele Lebewesen das naturnahe Grün als Heimat benötigen. In Gärten und Grünanlagen können wir dazu beitragen. Von jeder Wildpflanze sind im Schnitt 10 Tierarten abhängig. Es werden also unüberschaubar viele Tiere kommen. Und es geht keineswegs darum, sie alle zu kennen. Wichtig ist vielmehr: Dass sie natürlich da sind. Und dass wir die Voraussetzungen für ihre Existenz geschaffen haben.
Mit der Kampagne möchten wir auch dem „Steingarten-Trend“ eine lebensfreundliche Alternative entgegensetzen. Denn Steingärten sind nicht nur schlecht für Tiere und Pflanzen, sondern sie wirken sich als „Heizung in der Stadt“ auch negativ auf das Stadtklima aus.

Die Kampagne „Naturnah Gärtnern – Für Mensch, Tier & Klima“ konkret

Die Idee der Kampagne: Wir möchten das naturnahe Gärtnern in Privatgärten in Rheinstetten fördern!

Daher werden wir bis Mai 2021 16 Haushalte dabei begleiten, den eigenen Garten nach den Kriterien eines naturnahen Gartens umzugestalten und ökologisch zu pflegen. Diese Gartenbesitzer*innen hatten sich im Vorfeld zu der Kampagne angemeldet.
Durch gemeinsame Treffen und digitale Diskussionsforen möchten wir ein Netzwerk aus aktiven Gärtner*innen in Rheinstetten aufbauen. Denn wenn andere auch zum Spaten greifen, kann man sich über Fortschritte austauschen und sich gegenseitig Tipps geben. Oder sich bei der Umgestaltung von Gärten gegenseitig unter die Arme greifen. 
Außerdem stellen wir zu Beginn der Gartensaison im Frühjahr 2020 kompakte Information zu den Bausteinen naturnaher Gärten, fachliche Beratung sowie einen „kleinen Finanz-Dünger“ bereit. Eine Plakette am eigenen Gartentor gibt den Nachbar*innen Hinweise zum naturnahen Garten.
Uns ist aber wichtig: Man muss nicht sofort den perfekten naturnahen Garten anstreben. Jede Veränderung zählt – Schritt für Schritt. Denn das Gärtnern sollte auch Spaß machen! Ist die naturnahe Umgestaltung und Pflege von Gärten erfolgreich, könnte im Jahr 2021 auch noch eine Auszeichnung erfolgen.

Was steht als Nächstes an?

Die Haushalte beginnen nun mit der Umgestaltung ihrer Gärten. Unter Veranstaltungen finden Sie immer die aktuellsten Geschehnisse.

Falls Sie von uns informiert werden wollen, können Sie uns einfach eine kurze Mail an
gruenelunge-im-dialog@itas.kit.edu schreiben, dann tragen wir Sie für den Newsletter ein.